#3 Alleine unterwegs: Kurztrip nach Hamburg
- Nadine

- vor 6 Tagen
- 4 Min. Lesezeit
Herzlich willkommen zu meinem kleinen Hamburg‑Kurztrip.
Dieser Beitrag ist kein klassischer Reisebericht mit Sehenswürdigkeiten und To‑do‑Listen, sondern ein persönlicher Erfahrungsbericht. Ich war nur kurz in Hamburg – alleine und mit einem ganz bestimmten Anlass: eine Comedy‑Show in der Barclays Arena.
Das Ticket für die Veranstaltung habe ich mir bereits im März 2025 gekauft. Den Künstler hatte ich schon 2024 live gesehen und damals war die Show so lustig, dass für mich schnell klar war: Wenn es ein neues Programm gibt, bin ich wieder dabei. Dieses Mal allerdings nicht in Begleitung, sondern alleine. Trotzdem wollte ich mir dieses Erlebnis nicht nehmen lassen.
Planung: fahren, sparen, abwägen
Ursprünglich hatte ich für den Trip ein Hotel gebucht, dieses dann aber wieder storniert. Ich bin generell eher sparsam unterwegs und habe mir die Frage gestellt: Lohnt sich eine Übernachtung überhaupt? Wenn ich ohnehin Anfahrtskosten habe, könnte ich mir das Zimmer vielleicht sparen.
Gleichzeitig war mir aber bewusst, dass die Veranstaltung abends stattfindet und entsprechend spät endet. Danach noch mehrere Stunden zurückzufahren, wenn man nicht in der gleichen Stadt wohnt, kann ziemlich anstrengend sein. Am Ende habe ich mich deshalb doch für eine Unterkunft entschieden – einfach, um entspannt ankommen und auch wieder abreisen zu können.
Anreise: flexibel bleiben
Grundsätzlich hätte ich auch mit der Bahn nach Hamburg fahren können. Allerdings sind die aktuellen Zugverbindungen bei uns nicht optimal: längere Fahrzeiten, Schienenersatzverkehr oder Umwege. Deshalb habe ich mich entschieden, mit dem Auto zu fahren. Mir war wichtig, flexibel zu bleiben und selbst zu entscheiden, wann ich zurückfahren möchte.
In Hamburg selbst braucht man allerdings Geduld – gerade im Verkehr. Parkplätze am Hotel waren vorhanden, aber nicht kostenfrei. Der Hotelparkplatz hätte 15 Euro pro Tag gekostet, was sich bei zwei Tagen entsprechend summiert. An der Arena selbst lag der Tagespreis bei rund 9 Euro.
Da mein Sparherz hier deutlich mitgesprochen hat, habe ich mich für einen Park‑and‑Ride‑Parkplatz entschieden. In Hamburg gibt es mehrere davon. Ich habe den Parkplatz an der Elbgaustraße genutzt. Von dort aus fährt man nur eine Station mit der S‑Bahn bis Eidelstedt und ist dann in etwa zehn Minuten zu Fuß an den Arenen.
Besonders praktisch: Man kann ein 24‑Stunden‑Ticket kaufen. Ich bin gegen 16 Uhr angekommen und konnte das Ticket bis 16 Uhr am nächsten Tag nutzen – für nur zwei Euro. Eine echte Ersparnis!
Unterkunft & Lage rund um die Arena
Die Show fand in der Barclays Arena in Hamburg statt. Mein Hotel (Zleep Hotel Volkspark) lag nur etwa zehn Gehminuten von der Arena entfernt. Für Veranstaltungen in der Barclays Arena oder auch im Volksparkstadion kann ich diese Gegend sehr empfehlen, da alles gut erreichbar ist.
Ich habe relativ spontan gebucht und für ein Einzelzimmer mit Frühstück rund 130 Euro bezahlt. Mit etwas mehr Vorlauf bekommt man dort sicher auch günstigere Preise. Die Umgebung ist ein Industriegebiet, es gibt also durchaus andere Hotels in Hamburg mit mehr Flair – für mich war hier aber die Nähe zur Arena und das Preis‑Leistungs‑Verhältnis ausschlaggebend.
Ankommen & Einchecken
Im Hotel lief der Check‑in komplett automatisiert. Über einen Automaten konnte ich meine Daten eingeben, bezahlen und bekam direkt meine Zimmerkarte. Ideal für alle, die kontaktlos einchecken möchten.
Ich habe mein Zimmer bezogen, mich kurz frisch gemacht und mich dann auch schon auf den Weg zur Arena gemacht. Der Einlass zur Veranstaltung war ab 18 Uhr, und ich war kurz nach sechs vor Ort.
Alleine auf einer großen Veranstaltung
Es war meine erste Veranstaltung in der Barclays Arena – und auch das erste Mal alleine bei einer Show dieser Größe. Anfangs hatte ich kurz dieses typische Gefühl von Unsicherheit: Wo ist der Eingang? Wo muss ich hin? Aber durch die vielen Besucherinnen und Besucher war alles sehr gut organisiert und leicht zu finden.
Ehrlich gesagt: Ob man alleine oder zu zweit ansteht, spielt dort kaum eine Rolle. Jeder ist mit sich selbst beschäftigt. Genau deshalb eignet sich ein Konzert‑ oder Showbesuch auch besonders gut, um Dinge alleine auszuprobieren.
Ich hatte Innenraum‑Tickets gebucht und war relativ früh da. Das hatte einen großen Vorteil: Ich konnte mir noch richtig gute Plätze aussuchen. Zweiter Block vor der Bühne, mittig – perfekte Sicht. Ein weiterer Pluspunkt, wenn man alleine unterwegs ist: Man entscheidet komplett selbst.
Meine kleine Strategie war: erst ankommen, Platz sichern und mich dann noch einmal in Ruhe umschauen. Wo sind die Toiletten? Was gibt es zu essen und zu trinken?
Barclays Arena – mein Eindruck
Die Auswahl an Essen und Getränken war groß: Wraps, Brezeln, Gummibärchen, Popcorn, Nachos, verschiedene Getränke – alkoholisch und alkoholfrei. Die Preise waren natürlich höher, aber mit etwa sechs Euro für einen halben Liter Softdrink noch im Rahmen. Bezahlt wurde überall bargeldlos, was ich persönlich sehr angenehm finde.
Wichtig zu wissen:
Kartenzahlung only
Taschenkontrollen und Scanner am Eingang
Taschen größer als DIN A4 sind nicht erlaubt
Garderobe vorhanden
Was mir besonders positiv aufgefallen ist: die Sitzplätze im Innenraum. Die Stühle waren gut gepolstert, sowohl an der Sitzfläche als auch an der Rückenlehne. Gefühlt hatte man dort sogar mehr Beinfreiheit als im Rang.
Die Show & der Ablauf
Die Show begann gegen 20 Uhr, es gab eine Pause von etwa 20 bis 30 Minuten, und gegen 22 Uhr war Schluss. Während der Veranstaltung selbst ist ohnehin jeder auf die Bühne fokussiert – ein weiterer Grund, warum es völlig unproblematisch ist, alleine dort zu sein.
Nach der Show habe ich mich entspannt auf den Rückweg ins Hotel gemacht. Es war gut was los, aber alles lief geordnet ab.
Rückfahrt & Fazit
Am nächsten Morgen habe ich noch gefrühstückt und mich anschließend auf den Rückweg gemacht. Ich hatte kurz überlegt, den Tag noch weiter zu nutzen, war aber ehrlich gesagt ziemlich müde. Die Nacht war einfach etwas kurz.
Dieser Kurztrip nach Hamburg war bewusst überschaubar – und genau das hat ihn für mich so entspannt gemacht. Alleine loszufahren, nur für ein Erlebnis, und sich selbst diese Zeit zu gönnen, hat sich absolut richtig angefühlt.
In einer der nächsten Folgen und Beiträge werde ich das Thema Alleinreisen noch einmal vertiefen: Gedanken dazu, Mutmacher und Dinge, die man bedenken darf.
Das war es mit diesem Blogbeitrag. Wenn du bis hierhin drangeblieben bist, bin ich mir sicher, dass du etwas für dich mitnehmen konntest. Um auch beim nächsten Mal wieder dabei zu sein, abonniere meinen Kanal - denn diesen Beitrag gibt es auch als Podcast und folge mir auf Social Media! Ich freue mich schon von dir zu hören!
Bis zum nächsten Mal!
Eure Nadine



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